Gründungsjahre

Bereits in den Ratsakten der Stadt Aue von 1768 wird über die Vornahme von Spritzenreparaturen berichtet. 1799 wurden mit kurfürstlicher Hilfe 10 Taler aus der Bergzehntenkasse für eine neue Feuerspritze bereitgestellt und eine weitere 1846 angeschafft. Im Jahr 1865 bestand für Aue ein so genannter "Feuerschutz" in Stärke von 100 Mann, vier Mann hatten als "Donnerwache" bei Gewittern und Feuergefahr das Rats- und Pfarrarchiv zu bewachen. Aber es war erst im Jahre 1870, die Stadt Aue hatte ungefähr 2750 Einwohner, als aus den Beratungen des "Allgemeinen Turnvereins" folgender Beschluss hervorging:

"Wir wollen unsere Kräfte nicht nur stählen im Dienste des alten Turnvater Jahn,
wir wollen unsere Kräfte hineinstellen in den Dienst der Nächstenliebe!"

 

So lautete der Beschluss der Gründer unserer Wehr am 01. Mai 1870. Unter Leitung des Hauptmannes Papst und des Zugführers Kießling wurde der gesamt Brandschutz für Aue, Auerhammer, Niederpfannenstiel und Zelle übernommen. Viel musste unter aufopferungsvoller Liebe und Treue zur Sache in den ersten Jahren geschafft werden. Der damalige Gemeinderat hatte für diese Entwicklung zunächst wenig Verständnis, ihm gehörten nur Vertreter der besitzenden Klasse an. Für den Kauf einer Handdruckspritze und der nötigsten Ausrüstung nahmen die Kameraden ein Darlehen von 220 Talern auf. Sie veranstalteten Konzerte, Theaterspiele und Tanzbälle. Der Reinertrag und Groschen der Kameraden trugen dazu bei, die Schuldenlast zu mindern. Im Jahr 1872 entstand der Bau eines ersten Steigerhauses und der Anschluss an den großen Feuerwehrverband Sachsen. Im gleichen Jahr kam es noch zur Festlegung von Grundgesetzen und Vereinssatzung. 1875 erfolgte dann die "friedliche" Trennung der Feuerwehr vom "Allgemeinen Turnverein", damit stand die Freiwillige Feuerwehr auf eigenen Füßen.

Pionierzug der Feuerwehr Aue im Jahr 1922      
Auer Altmarkt ca. 1900

Es folgten arbeitsreiche Jahre, in denen die junge Wehr manche Feuertaufe zu bestehen hatte. So bekamen auch die Ratsherren Interesse. Schon 1923 schätzte der Stadtchronist die Freiwillige Feuerwehr als wohl ausgebildete Wehr ein, die im Stande war, auch große Brände allein zu bekämpfen. Mit der Eingemeindung Alberodas nach Aue gliederte man 1929 die dortige Wehr als zweite Kompanie dem städtischen Feuerdienst an.

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