Nach der politischen Wende 1989 - heute

Durch die politische Wende 1989 in Deutschland war die Unterhaltung einer Berufsfeuerwehr durch die Stadt Aue gesetzlich, wie auch finanziell nicht mehr machbar. Jede Kommune war nun wieder selbst für ihren Brandschutz zuständig.
Am 20. Dezember 1990 übernahm die Freiwillige Feuerwehr Aue die Fahrzeuge des Kommandos Feuerwehr: zwei TLF 16, eine DL 30 und ein SW 30, alle auf IFA W50-Fahrgestellen. Die Freiwillige Feuerwehr bekam somit von heute auf morgen wieder einen sehr hohen Stellenwert. Am 31.12.1990 kam es zur Auflösung des Kommandos Feuerwehr Aue. Ein großer Teil der Kameraden des Kommandos F wechselte zu den Berufsfeuerwehren der Städte Zwickau und Chemnitz. Weitere besetzten die Feuerwehrmeldezentrale und den Feuerwehrhauptstützpunkt und waren somit dem Landratsamt Aue unterstellt.
Von heute auf morgen waren die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Aue wieder allein für die Belange des Brandschutzes für die Stadt Aue verantwortlich. Es gab viele Pessimisten, die der Feuerwehr diese verantwortungsvolle Aufgabe damals nicht zutrauten.

Die Arbeit der Kameraden wurde somit um einiges umfangreicher. Alle Kameraden mussten sich nun mit der neuen Technik vertraut machen. Speziell für die Bedienung der Drehleiter besuchten einige Kameraden entsprechende Lehrgänge an der Landesfeuerwehrschule in Nardt. Damit war die FF Aue nun in "Besitz" eines kompletten Löschzuges.

1990 feierte die Freiwillige Feuerwehr Aue ihr 120-jähriges Bestehen, erstmals wieder mit einem kompletten Löschzug im Fuhrpark. Neben Ausstellungen und einem Fahrzeugcorso gab aus für die Besucher Schauvorführungen auf dem Postplatz. Aus der neuen Partnerstadt Solingen waren Kameraden des Löschzuges Burg angereist.

Es stellte sich aber nach kurzer Zeit heraus, dass die vorhandenen Räumlichkeiten der Feuerwehr in keiner Weise mehr ausreichten. Trotz umfangreicher Baumaßnahmen konnten nicht alle Fahrzeuge im Gerätehaus untergestellt werden, sodass ein Teil der ehemaligen Garagen des Kommandos Feuerwehr (heute: Polizeirevier Aue) weiterhin von der Feuerwehr genutzt werden musste.
Geräte und Ausrüstung musste in den Kellerräumen der benachbarten Albrecht-Dürer-Schule gelagert werden. Die Anhänger wurden zu dieser Zeit auf dem Gelände des städtischen Betriebshofes abgestellt. Die Verteilung der Technik auf das gesamte Stadtgebiet stellte die Kameraden vor große Probleme, da dies bei Einsätzen enormen Zeit- und Personalaufwand forderte.
Nach Besichtigung der vorhandenen Räumlichkeiten der Feuerwehr durch Vertreter der Landesregierung, des Landratsamtes und der Stadtverwaltung Aue wurde empfohlen, schnellstens mit dem Neubau eines Feuerwehrgerätehauses zu beginnen.

In der Stadtverordnetenversammlung am 09.01.1991 kam es zum Beschluss des Neubaus eines Feuerwehrgerätehauses. Die Planungszeit brachte viele Diskussionen mit sich. Doch dann war es schließlich so weit, das endgültige Konzept konnte den Abgeordneten vorgelegt werden. Mit deren Zustimmung stand der Verwirklichung des Vorhabens "Neubau Feuerwehrgerätehaus" nichts mehr im Weg. Am 20.09.1994 wurde mit dem Bau begonnen, am 26.10.1994 erfolgte die Grundsteinlegung für das neue, rund 6 Millionen DM teure Feuerwehrgerätehaus. Bereits am 07.04.1995 konnte das Richtfest gefeiert werden. Dabei setzte der Bürgermeister, Emanuel Klan, traditionell den letzten Sparrennagel.

Die feierliche Übergabe des neues Gerätehauses, bei der ca. 350 Gäste anwesend waren, fand am 23. Februar 1996 statt. Der Bürgermeister Klan übergab symbolisch den Schlüssel für das neue Haus an Wehrleiter Wolfgang Müller. Somit wurde für die Kameraden der Feuerwehr Aue ein Gebäude geschaffen, in dem sie optimale Bedingungen für die Ausbildung sowie Unterbringung der Fahrzeuge und Technik vorfanden.

 

Bedingt durch den Neubau des Gerätehauses war es 1995 nicht möglich, die Feierlichkeiten zum 125-jährigen Jubiläum der Feuerwehr Aue durchzuführen. Diese Feier wurde vom 03. - 05. Mai 1996 nachgeholt.

Am 30.09.1998 übergab der Landrat des Landkreises Aue - Schwarzenberg der Stadt Aue und damit der Feuerwehr die zentrale Atemschutzwerkstatt des Landkreises und den dazu gehörigen Gerätewagen Atemschutz. Durch die Beschlüsse im Kreistag und den einstimmigen Beschluss im Stadtrat wurde eine zentrale Stelle für Schlauchpflege und Wartung von Atemschutztechnik im ehem. Landkreis Aue/Schwarzenberg geschaffen.

 

Das in die Jahre gekommene TLF 16 auf IFA W50 wird im Jahr 2003 durch ein TLF 16/25 auf Mercedes-Benz-Fahrgestell ersetzt, den Aufbau fertigt die Firma Magirus. Auch die DL 30, ebenfalls noch auf IFA W50-Fahrgestell, musste ersetzt werden. Im Jahr 2004 wurde die neue Drehleiter der Firma Magirus auf Mercedes-Benz Fahrgestell der Feuerwehr Aue übergeben.

Im Jahr 2005 erhielt die Feuerwehr Aue einen neuen MTW und der Löschzug Alberoda 2006 ein neues TSF, beides auf  Mercedes-Benz Sprinter. Seit dem 01. Mai 2006 ist bei der Feuerwehr Aue auch das digitale Zeitalter angebrochen, die FF ist mit einer eigenen Seite im Internet vertreten.

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